Selfies: Ein Tag im Leben der Familie Rouvinez

Die Familie Rouvinez stammt ursprünglich aus dem Dorf Grimentz im Val d’Anniviers. Als echte Traditionalisten und Bergliebhaber versteht es sich also von selbst, dass sich die Mitglieder der Familie während der Festtage zum Jahresende vollzählig hier einfinden. Ein grosses Haus mit mehreren Apartments bietet Platz für den ganzen Clan. Drei Generationen versammeln sich hier mit Begeisterung unter einem Dach. Jeder ist bei sich zu Hause, aber alle kommen in den festlichen Momenten zusammen. Für die aktiven Sportler der Familie bedeutet das morgendliche Ausschlafen nur, dass man eine oder zwei Skiabfahrten ausfallen lässt, aber nicht mehr! Kaum wird es also Tag, versammelt sich Gross und Klein am Frühstückstisch. Wer noch nicht ganz wach ist schlürft still seinen Kaffee und lauscht seinen redseligeren Verwandten und ihren Geschichten von vergangenen oder zukünftigen Exploits. Die Erwachsenen unterhalten sich und machen Spässe, die Kinder sausen energiegeladen um den Tisch, stürzen alles in eine heitere Unordnung und trinken eine Tasse Ovomaltine nach der anderen. Der Aufbruch zum Skifahren erfolgt dann in Etappen: Während die einen noch ihre Skisocken suchen, drängen sich die anderen schon in die Kabinen der Gondelbahn, die sie zu den verschneiten Hängen über Grimentz hinaufbringen. Für diese vom Unternehmergeist beseelte Familie ist jeweils auch ein lebhaftes Rennen an der Tagesordnung, es gibt in der Tat nichts besseres, um den Druck des beruflichen Alltags abzulassen. Nach einem erlebnisreichen Skitag trifft sich die Familie wieder zu einem Glas Fendant. Der Apéro ist einer der Höhepunkte des Tages für die ganze Familie! Dies ist auch der Moment, in dem man sich über das Abendessen einig wird, über seine Zusammensetzung und vor allem über den Wein, den man dabei entkorken will!

Rezept: die Crêpes zu Maria Lichtmess von Véronique

Für ungefähr 4 Personen

Crêpesteig:

160 g Mehl, 2 Eier, 1,5 bis 2 dl Milch (der Teig soll nicht zu dickflüssig werden) und eine Prise Salz gut mischen.

Den Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.

Die Crêpes idealerweise auf einem Multi-Crêpes-Ofen backen, denn die fertigen Crêpes sollen eher einen kleinen Durchmesser haben. Anderenfalls mit einer kleinen beschichteten Pfanne arbeiten. Die Crêpes sollten dünn sein und weich bleiben.

Die gebackenen Crêpes auskühlen lassen und zwischen jede Schicht etwas Kräuter-Streichkäse, in Scheiben geschnittene Radieschen und Gartenkresse füllen.

Falls die Crêpes klein sind, pro Person mehrere Crêpes im Teller in Schichten aufeinanderlegen. Sind sie eher gross, einen einzigen Crêpe anrichten und teilen.

Das klassische Getränk dazu ist und bleibt der Cidre. Aber Sie können Ihren Gästen auch eine Überraschung bereiten und ein Bier servieren. Unser Bier «L’Echappée» hat eine leicht bittere Note, die hervorragend zum Aroma der Crêpes und zur milden Geschmeidigkeit des Streichkäses passt.

Reben und Weine: das weisse Gold

Man wird sich noch lange an diesen Sonntag, den 10. Dezember erinnern, als in der Walliser Rhoneebene bis zu 80 Zentimeter Schnee fielen. Bergstrassen wurden gesperrt, Automobilisten waren während Stunden auf der Autobahn blockiert und es kam zu Ausfällen im Zugsverkehr: Den ganzen Tag lang wüteten die Mächte der Natur und führten dem Menschen seine unbedeutende Stellung im Naturkosmos vor Augen. Doch wenn auch diese Schneefälle den modernen Menschen in seiner Mobilität beeinträchtigten, sie erfreuten die Kinder… und auch die Reben!

Nachdem die Rebe seit März unter Hochdruck gearbeitet hat, tritt sie nun in eine Phase der Winterruhe. Ihrer Blätter entblösst, scheint sie wie ausgemergelt und abgemagert. Der Weinberg präsentiert sich als Landschaft erstarrter Ranken, deren Finger sich knorrig gegen den Himmel erheben. Die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt dramatisch ab und unter der Erde kommen die Prozesse allmählich zum Stillstand. Das ist der Anfang der Ruhephase, in welcher die Pflanze ihre Kräfte sammelt. Eingehüllt in einen weissen Schneeschleier schläft sie, wie die sie umgebende Natur.
Für die Winzer ist der Schnee ein wahres Geschenk des Himmels. Nicht zufällig nennen sie ihn das «weisse Gold»! Denn der Schneemantel bildet vor allem eine perfekte Isolation gegen den Winterfrost. Doch der Schnee, der im Dezember fällt, stellt darüber hinaus auch einen nicht zu unterschätzenden Wasservorrat dar. Die Winter der letzten Jahre waren in den Niederungen sehr schneearm. Für den Winzer bedeutet dies, dass er im Frühjahr mit einem folgenreichen Feuchtigkeitsdefizit im Boden beginnt. Die Schneemassen dieses Dezembers schmelzen langsam ab und füllen die Wasserreservoirs in den Böden der Weinberge. Dies erfolgt zudem auf weit nachhaltigere Art und Weise, als es bei Regenfällen der Fall ist, denn das Regenwasser fliesst im Wallis aufgrund der Hanglagen und der Bodenbeschaffenheit oft ab, ohne in die Tiefe zu dringen.
Im Wallis herrscht bekanntlich ein sehr trockenes Klima, Niederschläge sind selten. Sierre ist sogar die trockenste Stadt der Schweiz: 300 Millimeter Regenwasser fallen hier während der Vegetationsperiode von Mai bis August. Zum Vergleich: Im Lavaux fallen in derselben Periode 1200 Millimeter, viermal mehr. Wenn die Böden im Winter nicht ausreichend durchwässert werden, muss der Winzer seinen Weinberg bewässern, um während der Wachstumsphase einen allzu heftigen Trockenstress der Pflanzen zu verhindern. Doch das Ziel ist auch, so weit wie möglich mit der Natur zu arbeiten und den Wasserverbrauch einzuschränken.
Denken Sie das nächst Mal daran, wenn Sie wegen starker Schneefälle im Stau stecken!

Vignes et vins : l’or blanc

On se souviendra encore longtemps de ce dimanche 10 décembre où il est tombé jusqu’à 80 cm de neige en plaine du Rhône valaisanne. Routes de montagne fermées, automobilistes bloqués sur l’autoroute pendant des heures, trains supprimés. Les éléments se sont déchaînés toute la journée et ont rappelé à l’être humain sa condition de misérable face à la nature impétueuse. A défaut de faire la joie de l’Homme moderne en perpétuel mouvement, elle fait le bonheur des enfants …..et de la vigne !

Après avoir travaillé d’arrache-pied depuis le mois de mars, la vigne entre dans une phase de repos hivernale. Dépouillée de ses feuilles, elle apparaît comme décharnée et amaigrie. La vigne présente alors un paysage composé de sarments figés, s’élançant majestueusement vers les cieux. L’activité sous-terraine cesse progressivement, l’astre solaire baisse drastiquement de son intensité. C’est le début de la phase de dormance nécessaire à la récupération de la vigne. Enveloppée dans un drap à la blancheur virginale, elle dort tout comme la nature environnante.

Pour les vignerons, ces paquets de neige sont un véritable don du ciel. Ce n’est pas pour rien qu’ils l’appellent l’or blanc ! Tout d’abord, ce manteau neigeux constitue un parfait isolant contre le gel d’hiver. Ensuite toute cette neige tombée en décembre constitue une réserve en eau non négligeable. Les hivers de ces dernières années ont été faibles en matière de précipitations neigeuses en plaine. Le vigneron débute alors souvent sa saison viticole avec une déficience hydrique importante de ses sols. Cette masse de neige va fondre lentement et remplir les réserves en eau du terrain viticole de façon plus équilibrée que la pluie, qui se contente souvent en Valais, de juste ruisseler sans pénétrer en profondeur.

Le Valais possède un climat très sec où il pleut rarement. Sierre est la ville la plus sèche de Suisse avec à peine 300 mm de pluie pendant la phase de végétation entre mai et août. A titre de comparaison, le Lavaux reçoit 1’200 mm d’eau durant la même période. Si la réserve en eau n’est pas suffisante, le vigneron peut arroser ses plants afin d’éviter un stress hydrique trop important durant la phase de végétation. Mais le but étant de travailler le plus possible avec la nature et d’éviter de gaspiller de l’eau.

Pensez-y la prochaine fois que vous serez bloqués dans un bouchon à cause de la neige !

Recette : crêpes de la Chandeleur de Véronique

Pour env. 4 personnes
Pâte à crêpe :
Mélanger 160 g de farine, 2 œufs, 1,5 à 2 dl de lait (la pâte ne doit pas être trop épaisse), une pincée de sel.

Laisser reposer au moins 30 min au frais.

Griller les crêpes idéalement sur un four multi crêpes afin d’avoir un diamètre plus petit. Sinon dans une petite poêle. Elles doivent être fines et rester souples.

Une fois refroidies, fourrer entre chaque étage de crêpes du fromage à tartiner aux herbes, des rondelles de radis et du cresson.

Si les crêpes sont petites, monter un mille feuilles de crêpes par personne. Si elles sont grandes, monter un seul gâteau puis le couper en parts égales.

La boisson classique reste le cidre. Mais vous pouvez aussi surprendre vos convives en leur proposant de la bière. La légère amertume de notre bière « L’Echappée » se marie fort bien avec la pâte à crêpes et la douceur du fromage à tartiner.