Rezept | Die Quiche Lorraine à la Valaisanne von Philippe Rouvinez

  • ein Blätterteig von 32 cm Ø und eine passende Kuchenform
  • 3 Eier
  • 2 dl Milch
  • 2 dl stichfeste Crème fraîche
  • 150 bis 200 g Speckwürfel
  • 200 g Reibkäse (am besten eine Mischung von Gruyère und Raclettekäse aus dem Val d’Anniviers)
  • 4 Cherry-Tomaten
  • 8 Würfel tiefgekühlter Spinat
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

1. Die Kuchenform mit dem Blätterteig auslegen und den Teig mit einer Gabel dicht einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden.
2. Die Cherry-Tomaten halbieren, damit sie in der Quiche nicht übermässig Wasser abgeben, und die Tomatenhälften gleichmässig auf dem Teigboden verteilen. Die tiefgekühlten Spinatwürfel ebenfalls gleichmässig auf dem Teig verteilen.
2. Die Eier schlagen, dann die Milch und die Crème fraîche hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und die Mischung in die mit dem Teig ausgelegte Kuchenform giessen.
3. Die Speckwürfel kurz in einer Pfanne anbraten und dann gleichmässig auf der Quiche verteilen.
4. Den Reibkäse über die Quiche streuen.
5. Im Ofen bei 200 Grad 45 Minuten backen.
Dieses Rezept ist eine Hommage an meine Frau Christina, die aus Paris stammt und mir jedes Mal eine Quiche Lorraine zubereitete, als ich zu Besuch kam. Da wir jetzt Kinder und etwas weniger Zeit haben, begnügen wir uns ohne Umstände mit einem „industriellen“ Blätterteig, statt dass wir ihn selbst bereiten. Die Erfahrung hat uns zudem gelehrt, dass die Beigabe von Walliser Raclettekäse den Geschmack noch verbessert!
Dazu einen feinen Sprossensalat und ein Glas Cornalin Montibeux 2016 servieren!

 

Photo recette Philippe

Selfie von Véronique Besson-Rouvinez

Véronique, das älteste der Geschwister Rouvinez, fand ihren Weg zur Önologie dank der Petite Arvine. Anfänglich träumte sie von einer Karriere als Köchin in der Haute Gastronomie, zweifellos beeinflusst von der ausgezeichneten Kochkunst ihrer Mutter. Während ihres Studiums der Lebensmittelwissenschaften an der ETH Zürich schrieb sie dann eine Forschungsarbeit über die Aromen der Petite Arvine – und entdeckte dabei fast alle Geheimnisse dieses einheimischen Walliser Gewächses. Da stand ihr Weg fest und Véronique spezialisierte sich in Önologie. Zwei Jahre in Changins perfektionierten ihre Ausbildung in der Kunst der Weinbereitung und nach einigen Erfahrungen als Praktikantin stiess sie 2005 schliesslich zum Team im Familienunternehmen. Wenig später kamen ihre beiden Brüder Philippe und Frédéric ebenfalls hinzu.
Während sie sich um die Weinbereitung, das Qualitätsmanagement und die kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen kümmerte, gründete sie gleich im Anschluss auch ihre Familie.
Als ihr Mann aus beruflichen Gründen nach China berufen wurde, folgte sie ihm mit den beiden Buben ins Land der aufgehenden Sonne. Trotz der 8000 Kilometer, die sie vom heimischen Weinkeller trennten, beaufsichtigte sie weiterhin die Weinbereitung und die kontinuierliche Verbesserung via Skype mit den verschiedenen Verantwortlichen des Familienunternehmens. Zudem nutzte sie ihren Aufenthalt im Fernen Osten auch, um die Weine von Rouvinez vor Ort zu vermarkten. Einmal sah sie sich sogar genötigt, ihr jüngstes, in China geborenes Mädchen in ihrem Rucksack zu verstecken, um die Sicherheitskontrollen bei einer grossen Weinmesse zu passieren! Véronique lässt sich eben durch nichts aufhalten. Nach ihrer turbulenten Zeit in China brach die Familie nach Deutschland auf, wo neue berufliche Herausforderungen auf Véroniques Mann warteten.
Schliesslich konnte sich die Familie im Jahr 2016 in Sierre niederlassen und Véronique nahm mit Freude ihre Arbeit im Weinkeller von Domaines Rouvinez wieder auf. Die Erziehung ihrer Kinder hat für die junge Frau erste Priorität, und die Familienbande sind ihr heilig. Für die Familie geniesst sie es auch, immer neue Gerichte zu kochen. Daran lässt sie – wie Sie sicherlich wissen – die Online-Gäste von Domaines Rouvinez teilhaben, denen Véronique regelmässig ihre kulinarischen Geheimnisse auf der Webseite des Unternehmens enthüllt. Eines ist natürlich klar: Es gibt kein gutes Gericht ohne eine gute Flasche Wein. Véroniques erste Wahl fällt dabei zweifellos auf den Coeur de Domaine Blanc, ein wahres Wunder der Weinbaukunst.